Donnerstag, 3. September 2015
Semivegane Cookie-Dough-Bites.
Die Sommerpause ist vorbei. Und mit Sommerpause meine ich die "Umzugs-Einrichtungs-zu viel Arbeit-zu heiß zum Backen"-Pause des letzten halben Jahres.
Es gibt ja immer einen Grund. Sowohl zu faul zu sein um Texte zu schreiben, als auch nebenbei ein bißchen zu Naschen. Zum Beispiel diese wunderbar kleinen "mit einem Haps sind sie im Mund"- Cookie-Dough-Bites.
Besonders lecker, wenn man sich kurz eine Statt-Zigaretten-Pause gönnen möchte, oder mit den Mädels eine Tasse Kaffee trinkt. Oder wenn der kleine Neffe kein Ei verträgt und deshalb dringend eine schokoladige Alternative braucht :)
Die Schokolade ist auch der Grund, warum wir uns hier "nur" über semi-vegane Backwaren unterhalten. Ich habe simple Schoko-Tropfen aus dem Supermarkt verwendet, die haben 54% Kakaoanteil. Es gibt aber natürlich auch offiziell vegane Schokolade (oder einfach alles mit mehr als 70% Kakaoanteil). Dann ist dieses Rezept auch für echte Veganer geeignet.
Für ca. 24 leckere kleine Bissen braucht Ihr:
70g Instant-Flocken
100g Schokotropfen
2 (sehr!) reife Bananen
1 wirklich großer Esslöffel Erdnussbutter
Ich habe die Bites inzwischen drei Mal gebacken und festgestellt, dass sie sich am besten essen (und formen) lassen, wenn man sie in Mini-Cupcake-Förmchen füllt. Wer so etwas aber nicht zur Hand hat, kann sie auch einfach nebeneinander auf einem Backblech platzieren.
Das Rezept ist wirklich so einfach, dass es keine Ausrede gibt, es nicht auszuprobieren.
Einfach die Bananen in einer Schüssel gut zermatschen (je reifer die Banane, desto schneller und einfacher gehts, bei mir hat eine Gabel als Werkzeug völlig ausgereicht) und die Schmelzflocken unterrühren.
Schmelzflocken lösen sich in anderen feuchten Zutaten auf, das müsst Ihr beim Rühren im Kopf behalten. Lasst die Flocken sich ganz auflösen bevor Ihr dann die Erdnussbutter und die Schokoflocken unterhebt.
Jetzt nur noch den Teig auf Blech oder in die Förmchen verteilen, bei 175°C in den Ofen schieben und nach 15 Minuten die leicht gebräunten Schoko-Kugeln wieder heraus holen.
Lasst die Bites abkühlen, wundern euch aber nicht, wenn Ihr auch nach einer Stunde noch Schokofinger bekommt, die wird nicht mehr so richtig hart (haha - als ob igendjemand eine Stunde warten würde...) Das macht ja aber das Teig-Nasch-Gefühl noch besser.
Ich empfehle die kleinen Leckereien innerhalb der nächsten zwei Tage zu verzehren, frisch sind sie wirklich am besten und werden ab Tag 3 eher lätschig.
Schnell noch einen Kaffee gekocht und schon ist die 10-Minuten-Pause perfekt.
x Lilli
P.S. Meine Freundin Hannah (die Ernährungsberaterin) erklärte mir übrigens, dass Erdnussbutter sogar eine gesunde Zutat ist. Nussfette und so. Zusammen mit den Instant-Flocken und den Bananen ist das also quasi ein gesunder Müsliriegel - nur in geil halt. Gern geschen.
Dienstag, 17. Februar 2015
For Chocolate Lovers: Brownie-Tarte.
Leute, ich habe schlechte Nachrichten. Morgen ist Aschermittwoch. Das bedeutet für unsere jecken Freunde nicht nur das Ende des Karnevalspektakels, sondern für die vorbildlichen Katholiken unter uns auch der Beginn von sechs möglicherweise sehr sehr langen Wochen Enthaltung. Die Fastenzeit steht vor der Tür [hier bitte dramatische Geräuschkulisse einfügen].
Ich habe also alle Weihnachtsschokoladen-Reste zusammen gesucht und feiere den Abschied mit einer oberschokoladenbombigen Brownie-Tarte. Und ja, oberschokoladenbombig ist ein Wort.
Ihr wollt auch? So gehts:
Zutaten für eine gängige Tarte-Form (gängig = die IKEA-Einheitsgröße):
300g Zartbitterschokolade (wobei ich in meinen Resten auch einiges an Vollmilch verbacken habe, geht also auch)
100g Butter
2 Eier (M)
75g Crème fraîche
60g Mehl
ca. 1/2 TL Natron
eine Prise Salz
150g Zucker
1 Pk Vanille-Zucker
ggf. Schokostreusel
Die Schokolade grob hacken und dann 150g davon zusammen mit der Butter im Wasserbad einschmelzen. Topf zur Seite stellen und abkühlen lassen. In dieser Zeit kann man ganz praktisch dran denken den Ofen auf 175°C vorzuheizen und die Tarteform entweder mit Backpapier auszulegen oder einzufetten. Ich wasche ungerne ab, also nehme ich Backpapier :)
Nun kommt mein neues Lieblingsküchengerät zum Einsatz:
Oh ja, wirklich! Ich besitze seit meinem Geburtstag eine KitchenAid (denn ja, ich habe den besten Freund der Welt. Sorry, den gebe ich auch nicht wieder her. Nicht NUR weil er mir eine KitchenAid schenkt, aber auch). Aber zurück zur Brownie-Tarte:
Die inzwischen nicht mehr ganz heiße Butter-Schoko-Masse in eine Schüssel geben und nach einander die beiden Eier einzeln unterrühren. Direkt gefolgt vom Crème fraîche.
Wundert Euch nicht, wenn der Teig jetzt etwas flockig aussieht, das ändert sich wieder nach dem nächsten Schritt.
Nun ein einer separaten Schüssel die restlichen Zutaten (also Mehl, Natron, Salz, Zucker, Vanille-Zucker und die übrige gehackte Schokolade) durchmischen und kurz zusammen mit der flüssigen Schokomasse verrühren. Schon ist der Teig fertig.
Diesen jetzt also nur noch in die Tarte-Form geben (hier ggf. auch die Schokostreusel verewigen) und für ca. 20 Minuten backen.
Die Tarte ist auch fertig, wenn nach der Stäbchenprobe noch ein wenig Teig am Stäbchen bleibt (es sollte nur definitiv nicht mehr flüssig sein). Die Tarte ist dann nur noch saftiger.
Tarte auskühlen lassen und gerne direkt verspeisen.
Um die Völlerei komplett zu machen, schmeckt sie besonders gut mit einem Schuss Schokoladensauce und einer Kugel Vanille-Eis...
Falls also tatsächlich jemand Schokolade fasten wird: der Einkaufszettel für heute Abend steht dann ja...falls nicht: dies ist auch ein fantastischer Kuchen für die anstehende Oscar-Nacht.
x Lilli
P.S. Nur noch kurz zur Aufklärung: realistisch betrachtet werde ICH nicht sechs Wochen lang auf Schokolade verzichten. Das ist effektiv nicht möglich. Aber es gibt diesem Beitrag die angemessene Dramatik und das kann ja nur in euer aller Sinne sein...
Sonntag, 28. Dezember 2014
Katerfrühstück: BrEGGfast Muffins.
Nach der ganzen Weihnachtvöllerei steht schon direkt die nächste Festlichkeit ins Haus. Und ausnahmsweise ist im Hause Ahner-Wetzel tatsächlich schon IM NOVEMBER die Entscheidung gefallen, wo wir unser Silvester verbringen werden - der Hammer!
Für den Morgen des 1. Januar sollte man bekannterweise fürs Frühstück vorsorgen - es sollte herzhaft und ein wenig fettig sein, gleichzeitig wahnsinnig einfach und schnell vorzubereiten sein und egal um welche Uhrzeit nach einer ausgewogenen und jedes herzhafte Bedürfnis stillenden Mahlzeit schmecken.
Und hier liebe Freunde der gepflegten Brunch-Kultur, ist das perfekte Frühstück für diesen (und jeden anderen Kater-) Morgen!
Zutaten für ein 12er Muffinblech:
12 Toastscheiben
ca. 50g Butter
12 Bacon Scheiben
12 Eier (maximal Größe M)
Salz und Pfeffer
Nach dem Ofen-Vorheizen (auf 200°C), ist der erste Schritt ist auch gleich der aufwändigste (und merkwürdigste): schnappt Euch ein Nudelholz (oder eine Glasflasche) und rollt die Toastscheiben aus. So dünn wie ihr sie eben kriegen könnt.
Ich habe die Muffins an Freddys erstem Morgen zu Hause gemacht (jepp - er ist wieder da! Yay!) und befürchtete stark, er würde mich für verrückt erklären, wenn er mich Toastscheiben-ausrollend in der Küche erwischt...zum Glück war der Rückflug anstrengend und er hat lange geschlafen. Ich bin also weiterhin offiziell nicht verrückt. Nur um das kurz festzuhalten.
Wenn alle Scheiben platt gerollt sind, bestreicht Ihr eine Seite mit Butter. Die Butter sollte schon zimmerwarm sein, sonst zerreißen Euch wohlmöglich die Toastscheiben. Auch die Muffinform muss gut ausgebuttert werden - und dann werden die Toastscheiben hinein gedrückt um quasi als Schüssel für Bacon und Eier zu dienen. Wichtig ist, dass sich Butterseite auf Butterseite wiederfindet - dann kriegt Ihr die Muffins nachher ganz leicht wieder aus der Form.
Ab jetzt ist alles wirklich easy-peasy. In die Toast-Schälchen legt Ihr eine Scheibe Bacon und darauf gebt Ihr jeweils ein rohes Ei. Ein wenig Salz und Pfeffer drüber und nun kommen diese (aktuell noch nicht sehr delikat ausschauenden) Frühstückseier für eine Viertelstunde in den Ofen und können danach direkt auf den Frühstückstisch.
Mmmmh. So gut! Ich musste hart mit unseren Frühstücksgästen verhandeln um überhaupt einen Bissen abzubekommen!
Kommt gut ins neue Jahr! Und lasst es Euch schmecken :)
x Lilli
Sonntag, 14. Dezember 2014
Herbst adé: Pumpkin Cheesecake mit Knusperkruste.
Was? Mein letztes Rezept ist schon zwei Monate her? Wo ist der Herbst geblieben? Gerade noch bejammere ich die Tatsache, dass Freddy auf unendlich lange Zeit auf die andere Seite dieser Weltkugel verschwunden ist und schon kommt er in weniger als einer Woche (!!!) wieder zu mir zurück.
Jetzt stehe ich nicht mehr auf dem Balkon und mache bei lauem Wetter Franzbrötchenfotos, sondern sitze mit Weihnachtskeksen von Tante Annelise auf der Couch und freue mich auf Weihnachten.
Aber weil endlich mal wieder die Zeit dazu ist (und man zu Weihnachten so oft zum Kaffeetrinken verabredet ist, dass man wirklich nicht immer das gleiche Backwerk mitbringen will), wird es Zeit endlich mal wieder über Kuchen zu sprechen.
Heute falso auf der Speisekarte:
Pumpkin Cheesecake mit einer Knusperkruste à la Crème brûlée
Zutaten:
Für die Füllung
1 (ca. 800g) Hokkaidokürbis
300g Doppelrahmfrischkäse
50g Zucker
4 EL Ahornsirup
3 Eier (Größe M)
1/4 TL Salz
1/2 TL gemahlener Zimt (wer mag auch etwas mehr - ich mochte)
1/2 TL gemahlener Ingwer (wers nicht so mag nimmt etwas weniger - ich mochte nicht so)
eine kräftige Prise (frisch) gemahlene Muskatnuss
Für den Boden
50g Butter
100g Schokoladenkekse (ich habe diese Mini-Cereal-Kekse genommen)
2 EL Ahornsirup
Für Kruste:
Zimt-Zucker soviel Ihr mögt :)
Solange der Kürbis im Ofen weilt, können wir uns schonmal dem Kuchenboden widmen. Hierzu die Kekse in einen Gefrierbeutel füllen und mt einem Nudelholz zu feinem Krümelkram verarbeiten. Nicht vergessen vorher die Luft aus dem Beutel zu drücken (und einen stabilien Beutel zu verwenden), sonst gibt es eine Schweinerei...ich empfehle wirklich deutliches verkleinern, zu große Keksstücke werden nachher subschig (ja, das ist ein Wort und ja, ich hab den Kuchen zweimal gebacken und weiß es besser :) ).
Auf dem Herd die Butter einschmelzen und dann mit den Keksbröseln und dem Ahornsirup zu einer recht klebrigen Masse vermischen und auf dem Boden der Springform für den Kuchen verteilen. Dann erstmal wieder zur Seite stellen.
Langsam sollte auch der Kürbis durchgegart sein (und die Wohnung wunderbar nach Herbst und warmen (sauberen) Wollsocken duften). Also raus aus dem Ofen mit der orangefarbenen Schönheit, die Temperatur auf 180° reduzieren und ab in ein hohes Gefäß mit ihm und mit dem Zauberstab pürieren. In einer weiteren Schüssel den Frischkäse mit Ahornsirup, Zucker, Eiern, Salz, Zimt, Ingwer und Muskat glattrühren und das Kürbismus vorsichtig aber gleichmäßig untermengen. Dann den Kuchenboden wieder auf die Bühne zurück holen und die Creme darauf verteilen (ist die Farbe nicht toll??).
Oben auf die Creme kommt nun noch eine Schicht Zimt-Zucker-Gemisch. Im Ofen wird diese nach und nach karamelisieren und (zumindest am ersten Tag) eine herrlich knusprige Oberschicht des Kuchens abgeben...jetzt noch 50 Minuten durchbacken lassen und fertig ist dieser wunderbare Kuchen.
Nur zur Vorwarnung: dies ist nicht der klassisch süße Cheesecake, den ihr vielleicht erwartet. Wer einen besonders süßen Zahn hat, kann aber hervorragend frisch geschlagene Sahne (oder besser noch: Vanilleeis) dazu servieren - zu Weihnachtszeit machen ja auch die Kalorien Winterurlaub und gucken gar nicht hin!
Habt einen wundervollen 3. Advent!
x Lilli
Jetzt stehe ich nicht mehr auf dem Balkon und mache bei lauem Wetter Franzbrötchenfotos, sondern sitze mit Weihnachtskeksen von Tante Annelise auf der Couch und freue mich auf Weihnachten.
Aber weil endlich mal wieder die Zeit dazu ist (und man zu Weihnachten so oft zum Kaffeetrinken verabredet ist, dass man wirklich nicht immer das gleiche Backwerk mitbringen will), wird es Zeit endlich mal wieder über Kuchen zu sprechen.
Heute falso auf der Speisekarte:
Pumpkin Cheesecake mit einer Knusperkruste à la Crème brûlée
Zutaten:
Für die Füllung
1 (ca. 800g) Hokkaidokürbis
300g Doppelrahmfrischkäse
50g Zucker
4 EL Ahornsirup
3 Eier (Größe M)
1/4 TL Salz
1/2 TL gemahlener Zimt (wer mag auch etwas mehr - ich mochte)
1/2 TL gemahlener Ingwer (wers nicht so mag nimmt etwas weniger - ich mochte nicht so)
eine kräftige Prise (frisch) gemahlene Muskatnuss
Für den Boden
50g Butter
100g Schokoladenkekse (ich habe diese Mini-Cereal-Kekse genommen)
2 EL Ahornsirup
Für Kruste:
Zimt-Zucker soviel Ihr mögt :)
Als allererstes müssen wir aus dem Kürbis ein Püree machen. Das ist bei Hokkaido zum Glück unglaublich einfach, weil hier ja die Schale mitgegessen werden kann.
Den Kürbis verkleinern (halbieren, dritteln, whatever) und die Kerne auskratzen. Dann auf Backpapier bei 200°C in den Ofen schieben und für ca. 40-45 Minuten weich backen lassen.
Solange der Kürbis im Ofen weilt, können wir uns schonmal dem Kuchenboden widmen. Hierzu die Kekse in einen Gefrierbeutel füllen und mt einem Nudelholz zu feinem Krümelkram verarbeiten. Nicht vergessen vorher die Luft aus dem Beutel zu drücken (und einen stabilien Beutel zu verwenden), sonst gibt es eine Schweinerei...ich empfehle wirklich deutliches verkleinern, zu große Keksstücke werden nachher subschig (ja, das ist ein Wort und ja, ich hab den Kuchen zweimal gebacken und weiß es besser :) ).
Auf dem Herd die Butter einschmelzen und dann mit den Keksbröseln und dem Ahornsirup zu einer recht klebrigen Masse vermischen und auf dem Boden der Springform für den Kuchen verteilen. Dann erstmal wieder zur Seite stellen.
Langsam sollte auch der Kürbis durchgegart sein (und die Wohnung wunderbar nach Herbst und warmen (sauberen) Wollsocken duften). Also raus aus dem Ofen mit der orangefarbenen Schönheit, die Temperatur auf 180° reduzieren und ab in ein hohes Gefäß mit ihm und mit dem Zauberstab pürieren. In einer weiteren Schüssel den Frischkäse mit Ahornsirup, Zucker, Eiern, Salz, Zimt, Ingwer und Muskat glattrühren und das Kürbismus vorsichtig aber gleichmäßig untermengen. Dann den Kuchenboden wieder auf die Bühne zurück holen und die Creme darauf verteilen (ist die Farbe nicht toll??).
Oben auf die Creme kommt nun noch eine Schicht Zimt-Zucker-Gemisch. Im Ofen wird diese nach und nach karamelisieren und (zumindest am ersten Tag) eine herrlich knusprige Oberschicht des Kuchens abgeben...jetzt noch 50 Minuten durchbacken lassen und fertig ist dieser wunderbare Kuchen.
Nur zur Vorwarnung: dies ist nicht der klassisch süße Cheesecake, den ihr vielleicht erwartet. Wer einen besonders süßen Zahn hat, kann aber hervorragend frisch geschlagene Sahne (oder besser noch: Vanilleeis) dazu servieren - zu Weihnachtszeit machen ja auch die Kalorien Winterurlaub und gucken gar nicht hin!
Habt einen wundervollen 3. Advent!
x Lilli
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